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Der Grosse Rat behandelt den Bericht der Petitionskommission zur Petition P485 «Fernwärme auch für Grossbasel West», die den Einzug der Fernwärme westlich der Paulusstrasse, Spalenring und Steinenring bis zur Grenze zu Binningen und Allschwil sowie die Finanzierung des Anschlusses durch den Kanton fordert. Die PETKO beantragt einstimmig, die Petition als erledigt zu erklären, und der Grosse Rat folgt diesem Antrag stillschweigend.
Kernpunkte:
Die Petition P485 betrifft den Fernwärmeausbau der Industriellen Werke Basel (IWB). Der Grosse Rat hatte im Oktober 2021 dafür Investitionen von 460 Millionen Franken bewilligt. Bis 2037 baut die IWB im Auftrag des Kantons das Netz um 60 Kilometer aus. Die Zahl der Anschlüsse soll sich verdoppeln, sodass rund 80 Prozent des Wärmebedarfs über Fernwärme gedeckt werden. Hintergrund ist das Klimaziel eines klimaneutralen Basel bis 2037. Dafür stimmten 62 Prozent in der Abstimmung 2022. Gleichzeitig wird das Gasnetz schrittweise stillgelegt.
Nicht alle Quartiere sind im Ausbaugebiet. Der Kanton begründet das mit einer vergleichsweise geringen Wärmebedarfsdichte und der Möglichkeit, lokale Umweltwärme zu nutzen. Als Alternative hat die IWB zum Beispiel einen «Nanoverbund» als Pilotprojekt im Neubad gestartet. Das Bachletten-Quartier soll laut Medienberichten bis 2031 ans Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Zu den jüngeren Entwicklungen gehören Kostensteigerungen: Die Kosten steigen von 460 auf 499 Millionen Franken. 30 Millionen Franken davon sollen über höhere Hausanschlussbeiträge refinanziert werden. Ausserdem prüfen die IWB und die Stadtwerke Weil am Rhein einen gemeinsamen Wärmeverbund. Eine Wärmelieferung aus Basel könnte ab Mitte 2028 erfolgen. Für die Basler Fernwärme sind zudem neue, klimafreundlichere Produktionsanlagen geplant, etwa Grosswärmepumpen. Das Thema ist für Eigentümer und Mieter wichtig, weil die Wahl der künftigen Heizung, die Kosten und der Zeitpunkt der Gasstilllegung davon abhängen.