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Für das Areal Lehenmatt Süd werden eine Zonenänderung, die Festsetzung eines Bebauungsplans, Änderungen der Lärmempfindlichkeitsstufen, des Wohnanteils sowie von Strassenlinien im Bereich Lehenmattstrasse, Stadionstrasse, Birsstrasse und Muttenzerweg behandelt.
Beim Areal Lehenmatt Süd handelt es sich um das ehemalige Firmengelände der Haefely AG beim St. Jakob-Park. Die Haefely AG ist dort seit 1907 beheimatet und verlagert ihren Sitz nun in die Region. Die Creafonds AG will den geschlossenen Firmenstandort in ein offenes Geviert mit Wohn- und Arbeitsnutzung verwandeln. Dafür braucht es mehrere planungsrechtliche Schritte. Dazu gehören eine Zonenänderung und ein Bebauungsplan, also ein verbindlicher Sondernutzungsplan mit qualitativen Vorgaben. Hinzu kommen angepasste Lärmempfindlichkeitsstufen, ein geänderter Wohnanteilplan und neue Strassenlinien. Mit der Planauflage wurde zudem eine Planungszone nach § 116 Abs. 2 Bau- und Planungsgesetz begründet.
Der Bebauungsplan sieht Folgendes vor: Mindestens ein Drittel der Bruttogeschossfläche soll preisgünstiges Wohnen sein. Es entsteht Wohnraum für rund 600 Personen und 150 zusätzliche Arbeitsplätze. Ein rund 26 Meter hoher Gewerberiegel soll das Wohnquartier vor dem Autobahnlärm schützen. Vorgeschrieben sind ausserdem eine konsequente Entsiegelung und Begrünung. Die Kulturlokale Kaschemme und Altes Kraftwerk gehören ebenfalls zum Areal. Die Medien berichten, dass beide erhalten bleiben sollen.
Zum Verfahren: Die öffentliche Planauflage lief vom 13. August bis 12. September 2025. Dagegen ging keine Einsprache ein. Danach verabschiedete der Regierungsrat den Plan im Dezember 2025. Laut der Projektwebsite genehmigte das Basler Parlament den Bebauungsplan am 14. Oktober 2026 mit 90 zu 1 Stimmen. Das Projekt ist für Basel wichtig, weil es ein bisher unzugängliches Industrieareal in ein gemischt genutztes Quartier an der Birs umwandelt. Damit kommt zusätzlicher Wohnraum, auch preisgünstiger, in einer wachsenden Stadt hinzu.
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