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Das Schreiben des Regierungsrates zum Anzug von Herrn Fuhrer und Konsorten betreffend den niederschwelligen Zugang zu allen staatlich mitfinanzierten Museen dank einheitlicher Anerkennung der Museumspässe wird behandelt.
Der Anzug betrifft die Frage, ob alle vom Kanton Basel-Stadt mitfinanzierten Museen die gängigen Museumspässe einheitlich akzeptieren sollten. In der Region gibt es mehrere Pässe nebeneinander. Der trinationale Museums-PASS-Musées gilt für 345 Museen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Der Schweizer Museumspass bietet während eines Jahres freien Zugang zu über 500 Museen in der ganzen Schweiz. Dazu kommen regionale Angebote wie der ColourKey für 14- bis 25-Jährige. Er ermöglicht in vielen städtischen Museen freien Eintritt. Die Pässe ergänzen sich, werden aber nicht überall gleich anerkannt.
In der Praxis zeigen sich Unterschiede. Das Naturhistorische Museum akzeptiert den Museums-PASS-Musées, den Schweizer Museumspass, die Raiffeisencard MemberPlus, die KulturLegi und den Colourkey. Beim Kunstmuseum steht der Zutritt mit mehreren Pässen offen. Dort sind aber zum Beispiel nur Raiffeisencard-Inhaber mit MemberPlus berechtigt. Bei der Museumsnacht zahlen Inhaber des Museums-PASS-Musées einen reduzierten Preis von CHF 19, also keinen freien Eintritt. Für Besucherinnen und Besucher sind die Regeln deshalb nicht immer leicht zu überblicken.
Das Thema ist für die Kulturpolitik relevant, weil die Museen zu einem erheblichen Teil mit öffentlichen Mitteln getragen werden. Sie sind zudem ein zentraler Teil der touristischen Attraktivität Basels und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine einheitliche Anerkennung der Pässe würde die Hürden für Einwohnerinnen, Einwohner und Gäste senken. Im Gegenzug müssten die Museen mit möglichen Einnahmeausfällen und Abrechnungsmodellen mit den Pass-Anbietern rechnen.
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