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Das Schreiben des Regierungsrates zur Interpellation Nr. 77 von Herrn Hug betreffend die strukturelle Entwicklung der Innenstadt und ob der Regierungsrat Handlungsbedarf sieht, wird behandelt.
Die Interpellation von Grossrat Lukas Hug (LDP) fragt, ob die Basler Innenstadt, insbesondere die Freie Strasse, an Attraktivität verliert. Er nennt als Anzeichen sinkende Mieten, Geschäftsschliessungen und wenig Gastronomie. Eine Interpellation ist ein parlamentarisches Instrument. Der Regierungsrat muss damit schriftlich Auskunft geben, und der Grosse Rat kann darüber diskutieren. Die Interpellation verpflichtet die Regierung nicht zum Handeln.
Zur Lage gibt es unterschiedliche Daten. Laut einer CBRE-Studie liegt der Leerstand an der Freien Strasse bei nur 1,2 Prozent, während Steinenvorstadt und Gerbergasse die Gesamtbilanz deutlich nach unten ziehen. Die Gesamtquote in der Innenstadt stieg demnach auf 3,8 Prozent. Lokale Berichte melden dagegen, dass das Leerstandsproblem an der Freien Strasse weiter wächst. Kantonsweit verzeichnet die Statistik einen Leerstand der Ladenflächen von 21 000 m², das sind 9 000 m² mehr als im Vorjahr. Der Wirtschaftsflächenbericht des Kantons führt Leerstände in der Innenstadt nicht nur auf Neubauprojekte zurück, sondern auch auf strukturelle Veränderungen bei den Unternehmen. Als Beispiel nennt er die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS.
Laut Medienberichten von Ende September 2026 sieht der Regierungsrat derzeit keinen Handlungsbedarf. Er verweist auf den Wandel im Detailhandel. Er setzt auf eine Innenstadt, in der Einkaufen nur ein Teil des Angebots ist. Das Thema ist wichtig, weil die Innenstadt für Arbeitsplätze, Gewerbe, Steuereinnahmen und das Stadtbild zentral ist. Zudem ist die Freie Strasse nach ihrem Umbau ein stark beachtetes öffentliches Projekt.
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