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Kernpunkte:
Das Klybeckareal im Basler Kleinbasel ist das ehemalige Ciba-/Novartis-Industrieareal. Daraus soll unter dem Namen «Klybeckplus» ein neues Stadtquartier entstehen. Das Areal gehört grösstenteils Swiss Life und dem Industriellen Rhystadt AG. Das neue Stadtquartier ist 30 Hektar gross. Die Frage, welche Industriebauten erhalten bleiben, ist dabei seit Langem umstritten. Das Inventar der schützenswerten Bauten bildet in Basel die fachliche Grundlage. Aufgenommene Gebäude können nur mit einer Interessenabwägung abgebrochen werden. Ein «Anzug» ist ein Vorstoss im Grossen Rat. Er beauftragt die Regierung, etwas zu prüfen und darüber zu berichten. Er ist deshalb nicht direkt verbindlich.
Neuere Entwicklungen betreffen die Gebäude K102, K104 und K106 an der Klybeckstrasse 229. Swiss Life will sie abreissen und Neubauten erstellen. Das entsprechende Gesuch wurde Ende August im Kantonsblatt veröffentlicht. Ein Gutachten hat Schadstoffe festgestellt. K102 und K104 stuft es als asbesthaltig ein. Im Bau 102 wiesen Fachleute zudem PAK und PCB nach. Alle Schadstoffe müssen vor dem Abbruch fachgerecht entfernt werden. Swiss Life will die Gebäude bis Ende 2027 in Etappen abreissen.
Die Gebäude waren auch Schauplatz eines Konflikts. Linksautonome besetzten das Areal Ende Mai und riefen das selbstverwaltete Kulturzentrum «Zack» aus. Die Polizei räumte es am 1. Juli. Aktivistinnen und Aktivisten reichten rund 7000 Unterschriften für eine Petition ein. Sie verlangt, dass der Kanton die Gebäude kauft und als Kulturzentrum anerkennt.
Das Thema ist wichtig, weil es drei Ziele gegeneinander abwägt: den Denkmal- und Ortsbildschutz, den Wohnungsbau und die Klimabilanz. Ein Abbruch verursacht graue Energie und Emissionen. Schadstoffsanierungen können einen Erhalt erschweren und verteuern.