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Das Schreiben des Regierungsrates zur Interpellation Nr. 90 von Frau Stumpf Rutschmann betreffend die Basler Sportplatzkrise und Kunstrasenplätze mit sehr hoher Dringlichkeit wird behandelt.
Basel-Stadt hat seit Jahren zu wenige Sportflächen für seine Fussballvereine. Der Kanton ist dicht besiedelt, Flächen sind knapp, und die Nachfrage von Vereinen und Schulen wächst. Rasenplätze sind wetterabhängig und müssen regelmässig geschont werden. Dadurch sind sie nur begrenzt bespielbar. Kunstrasenplätze lassen sich dagegen fast ganzjährig und viel intensiver nutzen. Ein einzelner Kunstrasenplatz kann deshalb die Kapazität mehrerer Naturrasenplätze ersetzen. Das ist ein Hauptgrund, warum sie als Lösung für Engpässe diskutiert werden.
Kunstrasen ist allerdings auch umstritten. Kritik gibt es vor allem wegen des Granulats, das als Füllmaterial dient. Es kann als Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Die EU hat 2023 mit einer Verordnung der Mikroplastik-Beschränkung (REACH) auf diese Problematik reagiert. Sie sieht für lose Füllstoffe in Kunstrasen Übergangsfristen vor. Für die Schweiz ist wichtig, wie sich diese Regeln auf Neubau und Unterhalt auswirken. Hinzu kommen Fragen zu Hitzeentwicklung, Entsorgung und Lebensdauer der Beläge sowie zu den Kosten. Auch Anwohnende äussern sich oft zu Lärm und Flutlicht.
Der Grosse Rat behandelt solche Fragen über Interpellationen. Mit ihnen verlangen Parlamentarierinnen und Parlamentarier schriftlich Auskunft vom Regierungsrat zu einem bestimmten Thema. Für Basel ist das Thema wichtig, weil es um Breitensport, Nachwuchsförderung und Quartierleben geht. Zudem geht es um Flächenkonkurrenz mit Wohnraum, Grünflächen und Naturschutz. Ich konnte keine aktuellen Quellen abrufen. Aktuelle Angaben zu Projekten und Zahlen finden Sie auf den Seiten des Sportamts Basel-Stadt und in den Unterlagen des Grossen Rats.
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