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Der Anzug von Frau von Falkenstein fordert die Förderung des Baus privater Zisternen zur Einsparung von Trinkwasser, inklusive Abbau bürokratischer Hürden und Prüfung verursachergerechter Gebühren.
Kernpunkte:
Eine Zisterne ist ein meist unterirdischer Speicher. Sie fängt Regenwasser auf, speichert es und macht es für Haushalt oder Bewässerung nutzbar, wodurch Trinkwasser und Kosten gespart werden. Aus Regenwasser wird kein Trinkwasser. Typische Anwendungen sind Gartenbewässerung, WC-Spülung und Waschmaschine. Leitungen müssen nach den technischen Hinweisen zur Zisternennutzung mit «Kein Trinkwasser» gekennzeichnet werden.
Im Kanton Basel-Stadt ist die Rechtslage so: Die IWB gewährleisten gemäss IWB-Gesetz die Versorgung mit leitungsgebundenem Trinkwasser. Der kantonale Richtplan hält fest: Zur Entlastung der Trinkwasserversorgung werden die Grauwassernutzung und das Speichern von Regenwasser geprüft. Zudem gilt im Gewässerschutz eine Prioritätenfolge. Kann nicht verschmutztes Abwasser weder vermieden, gespeichert noch genutzt werden, muss es versickert werden. Für Versickerung und Einleitung sind verschiedene Fachstellen des Amts für Umwelt und Energie zuständig. Das erklärt, warum Bauherrschaften mehrere Stellen kontaktieren müssen.
Das Thema gehört zum Konzept der «Schwammstadt». In Städten sind viele Flächen versiegelt, sodass Regenwasser kaum verdunsten oder versickern kann. Die Basler Behörden nennen Zisternen als Element, das hilft, die Folgen von Hitze- und Trockenperioden zu mindern. Zisternen können bei Starkregen ausserdem als Zwischenspeicher dienen. Wasser, das Basel aus dem Rhein aufbereitet, ist nach Angaben der IWB von sehr guter Qualität. Ob private Zisternen ein sinnvoller Beitrag oder eher eine Nischenlösung sind, hängt deshalb vor allem von Kosten, Bewilligungsaufwand und Gebührenmodell ab.