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Das Schreiben des Regierungsrates zum Anzug von Frau Trevisan und Konsorten betreffend «Wohnen für Hilfe» – ein intergenerationales Projekt gegen Wohnungsnot und Einsamkeit – wird behandelt.
«Wohnen für Hilfe» ist ein intergeneratives Wohnmodell. Ältere Menschen oder andere Personen mit freiem Wohnraum lassen Studierende oder junge Erwachsene günstig oder gratis bei sich wohnen. Als Gegenleistung helfen diese im Alltag mit, zum Beispiel beim Einkaufen, im Haushalt oder im Garten. Als Faustregel gilt oft eine Stunde Hilfe pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Das Modell soll Wohnungsnot und Einsamkeit zugleich lindern. Es ist kein klassisches Mietverhältnis, und Pflegeleistungen sind ausgeschlossen.
Der Anzug wurde am 16. Oktober 2024 von Frau Amina Trevisan (SP) und Mitunterzeichnenden eingereicht. Er fordert den Regierungsrat auf, Massnahmen zu ergreifen, um ein kantonal subventioniertes Projekt «Wohnen für Hilfe» im Kanton Basel-Stadt anzubieten. Ein Anzug ist im Basler Parlamentsrecht ein Prüfauftrag. Der Regierungsrat muss prüfen und berichten, und der Grosse Rat entscheidet danach, ob der Anzug abgeschrieben oder stehen gelassen wird.
Der Regierungsrat hat den Anzug am 11. August 2026 behandelt und beantragt nun die Abschreibung. Zur Begründung führt er an, dass mehrere Projekte im Zusammenhang mit «Wohnen für Hilfe» im Kanton Basel-Stadt nicht erfolgreich verliefen und beendet wurden. Auch in anderen Schweizer Städten seien solche Projekte wegen fehlenden Interesses eingestellt worden. Der Regierungsrat verweist ausserdem auf bestehende Angebote von Pro Senectute beider Basel. Diese tragen wesentlich dazu bei, dass Seniorinnen und Senioren möglichst lange zu Hause wohnen können.
Das Thema ist wichtig, weil Basel einen angespannten Wohnungsmarkt hat und die Bevölkerung altert. Gleichzeitig gewinnt die Einsamkeit im Alter an Bedeutung.
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